Die jungen Musiker der 29. Sommermusik können sich auf ein besonderes Dozententeam freuen, das sich zum großen Teil auch in der wunderbaren Konzertreihe präsentiert.

 

Folgende Dozenten werden in diesem Jahr unterrichten:

Violine:

  • Helmut Zehetmair, Salzburg
  • Vadim Gluzman, Chicago
  • Alexandra Korobkina, St. Petersburg
  • Tatiana Liberova, St. Petersburg
  • Maria-Elisabeth Lott, Karlsruhe
  • Irina Pak, Zürich
  • Aylen Pritchin, Moskau
  • Zorik Tatevosyán, Madrid

Viola:

  • Ruth Killius, Berlin
  • Wilfried Strehle, Berlin

Violoncello:

  • Helmar Stiehler, München
  • Mikhail Nemtsov, Salzburg
  • Cristoforo Pestalozzi, Barcelona
  • Jakob Spahn, München

Kontrabass:

  • Josef Semeleder, Wien

Klavier:

  • Klaus Sticken, Wien

Kammermusik und Korrepetition:

  • Evgueny Sinayskiy, St. Petersburg – Wien

Komposition:

  • Minas Borboudakis, München – Kreta

Korrepetition:

  • Anna Mirakyan
  • Elena Nemtosva
  • Sakoto Uchida
  • Chifuyu Yada

Die meisten Dozenten sind in den Konzerten der 29. Sommermusik im Oberen Nagoldtal engagiert und treten solistisch, mit Klavierbegleitung oder kammermusikalisch auf.

Die neu hinzu gekommenen Dozenten sollen kurz vorgestellt werden:

Alexandra Korobkina, Violine, erhielt ihre Ausbildung am Spezialmusikgymnasium des Rimsky-Korsakov-Konservatoriums bei Prof. Schalman sowie bei I. Ioff und M. Gantvarg. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und ist international solistisch und kammermusikalisch tätig. Sie hat zahlreiche CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen und ist seit 2010 als Dozentin am Spezialmusikgymnasium des Rimsky-Korsakov-Konservatoriums in St. Petersburg tätig.

In Nagold gibt sie einen Meisterkurs für Violine und ist für Ensemblespiel und Kammermusik für Kinder und Jugendliche zuständig.

 

Maria-Elisabeth Lott gilt international als eine der vielversprechendsten deutschen Violinistinnen ihrer Generation. Seit ihrem US-Debüt im Alter von dreizehn Jahren konzertiert sie in ganz Europa, den USA und Asien mit so bedeutenden Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, Dallas Symphony Orchestra, Residentie Orkest Den Haag, BBC Scottish Symphony Orchestra, Singapore Symphony Orchestra, Malaysian Philharmonic Orchestra, China National Orchestra, BBC Manchester Symphony Orchestra und arbeitet mit renommierten Dirigenten wie Fabio Luisi, Jaap van Zweden, Mario Venzago, John Nelson, Kirill Petrenko, Jonathan Nott oder Daniel Harding zusammen. Auf ihren umfangreichen Konzertreisen begegnete sie u.a. Lang Lang, Cecilia Bartoli, Yehudi Menuhin, Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Thomas Hampson, Stephane Grappelli, Andrea Bocelli, um nur einige zu nennen.

Die solistische Karriere von Maria-Elisabeth Lott begann schon im Alter von zehn Jahren, als sie als Solistin mit dem Violinkonzert von Tschaikowsky mit der „Philharmonie der Nationen“ auftrat.

2000 gab sie ihr US-Debüt mit dem Minnesota Orchestra unter der Leitung von Claus Peter Flor mit dem Violinkonzert G-Dur von Mozart und war die Solistin bei den Eröffnungskonzerten des Malaysian Philharmonic Orchestra mit Paganinis 1. Violinkonzert. Nach einem bravourösen Konzert mit der NDR Radiophilharmonie Hannover gab sie 2001 ihr Debüt in London mit dem London Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall.

Neben ihrer solistischen Konzerttätigkeit widmet sich Maria-Elisabeth Lott auch intensiv der Kammermusik. Zu ihren regelmäßigen Partnern auf dem Kammermusikpodium und bei den wichtigsten europäischen Festivals zählen u.a. Emanuel Borok, Daniel Müller-Schott, Sontraud Speidel, Dmitry Sitkovetsky, Julien Quentin und Bobby McFerrin.

Im Jahre 2014 trat Maria-Elisabeth Lott als Solistin im Rahmen des erstmals stattfindenden Festivals „Rising Stars“ der Musikhochschulen Karlsruhe, Stuttgart und Freiburg mit der Kammerphilharmonie St. Petersburg auf. Ende 2014 spielte sie eine Rundfunkaufnahme ein, die vom SWR produziert wurde. 2015 präsentierte sie als Solistin das Violinkonzert von Sibelius beim Abschlusskonzert des Mozartfests in Würzburg, der Jupiternacht.

In ihrer Karriere wurde Maria-Elisabeth Lott vielfach mit hochkarätigen Preisen ausgezeichnet, so wurde ihr 2014 das Karlsruher Kulturstipendium und 2013 der Bruno-Frey-Preis verliehen. Sie erhielt den 1. Lichtenberger Musikpreis der Stiftung Herfried Apel, den Musikförderpreis des Kulturfonds Baden e.V., den „Prix d'éspoir“ der Kulturfördergemeinschaft der Europäischen Wirtschaft und den Eduard-Söring- Preis der Deutschen Stiftung Musikleben.

Maria-Elisabeth Lott musizierte live bei zahlreichen Rundfunk- und Fernsehsendern Europas, dem ARD, ZDF, Deutschlandradio Kultur, 3Sat, SWR, BBC London, dem Schweizer Radio, der Niederländischen Rundfunkanstalt und bei Sendern in den USA. 1998 gewann Maria-Elisabeth Lott den vom Mozarteum Salzburg ausgeschriebenen Wettbewerb zur Präsentation der Jugendvioline von Wolfgang Amadeus Mozart. Dieses einmalige Ereignis wurde von EMI Classics mit Maria-Elisabeth Lott als Solistin, dem Mozarteum-Orchester Salzburg und Sontraud Speidel am Hammerflügel mit Werken von Mozart auf CD dokumentiert.

Ihre musikalische Ausbildung erhielt Maria-Elisabeth Lott seit ihrem vierten Lebensjahr bei Prof. Josef Rissin. Schon im Alter von acht Jahren konnte sie sich als Vorstudentin an der Hochschule für Musik in Karlsruhe einschreiben. Nach Abschluss ihres Bachelor- und Masterstudiums legte sie 2015 ihr Solistenexamen mit Auszeichnung ab. Seit dem Sommersemester 2013 hat sie selbst eine Assistentenstelle im Fach Violine an der Karlsruhe Hochschule inne.

In Nagold gibt Maria-Elisabeth Lott einen Meisterkurs für Violine.

Zorik Tatevosyán begann das Violinspiel mit 6 Jahren bei Leon Zoryan in Yerevan (Armenien) und erhielt ab dem 13. Lebensjahr Ausbildung bei seinem Onkel Eduard Tatevosyán. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und setzte 2002 sein Studium bei Zakhar Bron an der Superior School of Music Reina Sofia in Madrid fort. Ab 2003 war er stellvertretender Konzertmeister im Royal Opera House in Madrid und gab internationale Konzerte als Solist und in Kammermusik. Seit 2010 ist er Assistent von Ana Chumachenko an der Superior School of Music Reina Sofia, seit 2013 Professor an der Higher School of Music Katarina Gursk in Madrid.

In Nagold gibt Zorik TatevosyáneinenMeisterkurs für Violine.

Prof. Wilfried Strehle ist seit 2001 Gastprofessor für Bratsche an der Universität der Künste Berlin. Er bringt besondere Erfahrung auf dem Gebiet der Kammermusik und Orchestererziehung, für die Vorbereitung auf Wettbewerbe, Prüfungen und Vorspiel mit. Von 1971 bis 2013 war er Mitglied der Berliner Philharmoniker, seit 1984 Solo-Bratscher. Von 2013 bis 2015 war er erster Solobratscher des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit an der Karajan-Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker konnte er ehemaligen Studenten mit Positionen in den großen europäischen Orchestern u.a. in Berlin, Wien, München, Dresden und Hamburg unterstützen. Er gibt internationale Meisterklassen, regelmäßig an der Mozarteum Sommerakademie Salzburg, Flesch-Akademie Baden-Baden, in Osteuropa, Italien, Spanien, Südamerika, Universitäten in Tokyo, Seoul, Moskau und Yale, USA.

Seine eigene Ausbildung erhielt er an den Musikhochschulen in Stuttgart und Detmold bei Tibor Varga. Er ist Gründungsmitglied des Brandis-Quartett Berlin 1976,

Mitglied des Philharmonischen Oktetts Berlin, der Philharmonischen Camerata, der Philharmonischen Freunde Wien – Berlin, des Trio-Berlin und anderer Ensembles der Berliner Philharmoniker, Mitglied des „World Orchestra for Peace“ (Sir Georg Solti, Valery Gergiev) und hat zahlreiche CD Einspielungen bei Emi, Deutsche Grammophon, Nimbus Record, Teldec, Schwann, Harmonie Mundi, Orfeo.

In Nagold hält er einen Meisterkurs für Viola sowie einen Vorbereitungskurs auf Wettbewerbe, Prüfungen und Vorspiele; ferner gibt er seine besonderen Erfahrungen auf dem Gebiet der Kammermusik und Orchestererziehung weiter.

Der Pianist Klaus Sticken ist seit über zwanzig Jahren im Konzertleben präsent. Er gastierte auf Podien wie der Hamburger Laeiszhalle, Stuttgarter Liederhalle, Tonhalle Zürich, Philharmonie Kiew, Berliner Philharmonie, dem Berliner Konzerthaus, Megaron Athen oder dem Großen Saal des Tschaikowsky-Konservatoriums Moskau. An seine Wettbewerbserfolge in Vevey, Athen und Hamamatsu schloss sich unter anderem die Zusammenarbeit mit den Warschauer Philharmonikern, dem Orchestre de Chambre Lausanne, dem Staatsorchester der Ukraine, den Berliner Symphonikern und den Moskauer Symphonikern an.

CD-Einspielungen bei Thorofon und cpo sowie zahlreiche Rundfunkaufnahmen für DeutschlandRadio, Radio Bremen, WDR, Bayerischen Rundfunk, Radio Suisse Romande u.a. dokumentieren sein breit gefächertes Repertoire, das auch selten gehörte Meisterwerke von Clementi, Reubke, Strauss, Martin, Honegger, Korngold, Rota oder Schlee einschließt.

Klaus Sticken studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bei Konrad Meister und Vladimir Krainev, weitere prägende Lehrer waren Vitaly Margulis, György Sebök und Alfred Brendel.

Neben seiner Konzerttätigkeit lehrte Klaus Sticken zunächst an der HfM „Hanns Eisler“ Berlin. Heute ist er Professor für Klavier an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

In Nagold hält er einen Meisterkurs für Klavier.

Als neue Korrepetitoren konnten engagiert werden:

Anna Mirakyan wurde in Yerevan (Armenien) geboren. Sie begann mit dem Klavierspiel mit 7 Jahren an der Spezialschule in Pitchaychovsky. Während ihrer Schulausbildung nahm sie bereits an Staatlichen Konzerten teil und spielte einige Konzerte. Im Alter von 13 Jahren gewann sie den Babadjanyan- und Bach-Wettbewerb.

Später studierte sie am Staatskonservatorium „Komitas“ in Yerevan und schloss als Pädagoge, Begleiter und Kammermusiker ab.

1999 nahm sie an den Recitals und Konzerten der Kulturwoche Armeniens in London teil. 2001 nahm sie am internationalen Violinwettbewerb „Hildegard Pabelich“ als Klavierbegleiter teil und erhielt die beste Auszeichnung. Sie nahm an einigen Recitals und Kammermusikkonzerten teil.

2004 begann sie ihr Studium als Solistin am gleichen Konservatorium, das sie 2006 abschloss. Sie gibt laufend Konzerte als Solistin und Korrepetitorin für Sänger und Instrumentalisten. 1988 -1995 studierte sie bei Prof. L.M. Markaryan, 1996 bis 2006 bei Prof. R. Tandilyan.

Seit 2005 ist sie Professorin an der Katarina Gurska High School of Music, seit 2012 ist sie Professorin für Begleitung an der Reina Sofia High School of Music bei Prof. A. Chumachenko.

Sie spielt in Recitals und Kammermusikkonzerten im Teatro Real Madrid Auditorio Nationale und in verschiedenen Städten Spaniens.

In Nagold ist sie als Korrepetitorin in der Violinklasse ihres Mannes Zorik Tatevosyan tätig.

Sakoto Uchida begann mit der Musikausbildung im Alter von 4 Jahren. Sie studierte bei G. Oppitz. In Japan erhielt sie Auszeichungen und Preise zahlreicher Wettbewerbe. Sakoto Uchida ist Lehrbeauftragte für Korrepetition (bei G. Zhislin) an der Musikhochschule Würzburg.

In Nagold ist sie als Korrepetitorin in verschieden Violinklassen tätig.

Die neuen Dozenten werden alle im Eröffnungskonzert am 2. August 2016 um 19.30 Uhr in der Ev. Stadtkirche in Nagold sich dem Publikum präsentieren.